Samstag, 29. März 2008

Samsara


Was ist eigentlich dieses Samsara um das es hier in diesem Block "An Effort to Escape Samsara" geht? Dieses einfache Wort beinhaltet ein recht komplexes Bild.
Samsara ist ein Wort aus dem Sanskrit. Auf tibetisch heisst es "korva". Kor bedeutet Rad, also frei übersetzt - das was rund läuft, Kreislauf. Samsara bedeutet also Kreislauf, aber welchen? Hier ist der Kreislauf vom Leiden gemeint. Samsara drückt den gegensetzlichen Aspekt von Nirvana aus. Doch wo existiert dieses Samsara eigentlich? Natürlich da wo alles existiert, in unseren Gedanken. Nur unsere Gedanken und nichts anderes bestimmen unsere Welt, unsere Sicht, unser Empfinden. Schlechte Gedanken erzeugen schlechtes Karma und dieses schlechte Karma fesselt uns an Samsara. Doch welche Kräfte sind damit im speziellen gemeint? Es ist die Gier, der Hass und die Verblendung, welche uns in Samsara gefangen halten. Die Gier als Prinzip der Anziehung, der Hass als Prinzip der Abstoßung und die Verblendung als Prinzip der eingeengten Sichtweise bilden die Achse im Rad des Lebens. Allein schon durch die Überwindung dieser drei Kräfte ist es möglich, dem Rad des Lebens - also Samsara - zu entrinnen und die Erlösung zu erreichen. Im zweiten Kreis von Innen wird rechts in der dunklen Hälfte das negative Karma dargestellt, was uns in niedere Bereiche fallen lässt, und links, in weiss, das gute Karma, welches uns in höhere Bereiche aufsteigen lässt. Üble Taten erzeugen negatives Karma, und gute Taten erzeugen gutes Karma so einfach ist das.
Man könnte auch sagen, je mehr ich mich auf negative Gedanken konzentriere und konditioniere umso wahrscheinlicher wird es passieren das meine Welt, da sie ja nur in meinen Gedanken existiert, sich zum negativen verändern wird. Wir erinnern uns, nur unsere Gedanken bestimmen unsere Welt. Der dritte Kreis zeigt die sechs Bereiche in welchen wir wiedergeboren werden können.
Der äußere Kreis zeigt die verschiedenen Daseinsfaktoren. Eine Kette von Faktoren die den Menschen immer wieder in den Daseinskreislauf hinein ziehen. Fangen wir oben rechts mit dem ersten Bild an. Es zeigt eine Greisin mit Topf und Stock, die einem Abgrund entgegen schreitet. Dies soll die Unwissenheit symbolisieren, die daran Schuld ist, dass die meisten Menschen dem Kreislauf der Wiedergeburt nicht verlassen. Aus der Unwissenheit heraus bildet sich die Tatabsicht (Eine Handlung kann nur durch eine Absicht erfolgen, welche aufgrund unseres derzeitigen Wissen gefällt wird). Diese Tatabsichten haben Karma zurfolge, welches sich auf unsere nächste Wiedergeburt auswirken wird. Die Tatabsichten werden durch einen Töpfer dargestellt, der Töpfe für den zukünftigen Gebrauch herstellt. Er formt also die Zukunft durch seine Vorstellung und Entscheidung wie die Töpfe auszusehen haben. Durch die Tatabsichten programmiert ergreift das Bewußtsein nach dem Tode eine neue Existenzform, wie ein Affe der sich von Ast zu Ast schwingt. Die neue Existenzform beginnt mit der Entstehung von Name und Körper, worunter die geistigen und physischen Komponenten einer Person zu verstehen sind. Man vergleicht dies mit zwei Männern die in einem Boot sitzen und aufeinander angewiesen sind, solange bis der Fluß überquert wurde. Die sechs Sinne des Menschen (aufgrund unseres Körpers - andere Lebewesen andere Sinne Bsp. Fledermaus - Sonar) sind vergleichbar mit einem Haus mit sechs Fenster. Durch jedes Fenster kann ein Eindruck in das Haus gelangen. Als Sinne wird hier angesehen das Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen und Denken. Durch diese Fenster betrachtet nun unser Bewußtsein die Welt, so das es zu einer Berührung mit der Umgebung kommt, symbolisiert durch ein Liebespaar. Aus der Berührung erwächst Empfindung, welche meist schmerzhaft ist, wie ein Pfeil im Auge. So entsteht die Gier oder Durst, die Gier nach Schönem, nach Glückbringendem nach angenehmen. Diese Gier ist es, welche die Wesen nach dem Tod veranlasst eine neue Existenzform zu ergreifen. Vielleicht hört ja dann endlich das Leiden auf? Dieses Ergreifen der neuen Daseinsform symbolisiert der Mensch, der einen Ast packt um Früchte zu pflücken. Das werden des neuen Wiedergeburtswesen versinnbildlicht das Paar bei der Zeugung. Die nächste Station - eine neue Daseinsform - wird durch die Gebärende verdeutlicht. Alter und der Tod schließen das Lebensrad. Eingehüllt in ein Tuch wird der Tode auf einen Berg gebracht um den Geiern zum fraß vorgeworfen zu werden.

Das ist Samsara!

Latest Try to Escape Samsara



Chemnitz - Barcelona:

Am 03.08.2007 wurde die Weiterführung, des Bereits 2006 begonnenen und aufgrund von Knieschmerzen abgebrochen Versuches, Barcelona mit dem Rad von Chemnitz aus zu erreichen angetreten. Eine Tour die insgesamt 16 Tage dauern sollte und am Ende eine Strecke von 2300km mehr auf dem Fahrradcomputer zu verzeichnen hatte. Schon nach wenigen Tagen stellte sich die gewünschte und gesuchte innere Ruhe rein, die für das Projekt "An Effort to Escape Samsara" unbedingt notwendig ist. Für die Gelegenheit den Geschmack dieser Ruhe zu schmecken möchte ich mich recht herzlich beim Universum bedanken.
Samsara ist nur in unserem Kopf, nichts anderes als Gedanken. Erfahrungen die günstig zur Überwindung von Samsara sind, müssen unbedingt erreicht werden. Das schöne an solchen Reisen ist, man weiß morgens nicht wo man abends sein wird, wo man schlafen wird, ob man überhaupt zum schlafen kommt, welchen Menschen man begegnen wird und wer man selber sein wird, wenn man morgens aufsteht.

"Das Geheimnis eines glücklichen Lebens liegt in der Entsagung" - Mahatma Ghandi

Opening

Hiermit eröffne ich meine Seite "An Effort to Escape Samsara". Ihr seid herzlich eingeladen euch hier umzusehen und fleißig zu posten.