Dienstag, 23. September 2008

Kids








Wie in wohl jeder Kultur, fuehrt der Weg zu den Erwachsenen ueber die Kinder. Nun ja, nicht ausschliesslich, aber es vereinfacht das Ganze. Kinder, welche noch unbeeinflusst von sozialen Normen und kulturellen Richtlinien handeln, zeigen sehr offen ihre A- bzw. Sympatien. Halten sich die Aelteren wegen ihrer Schuechternheit, Angst vor sozialen Konsequenzen und Unsicherheit gegenueber uns Fremden zurueck, so sind es immer wieder die Kinder, welche durch ihre lebhafte, freundliche, manchmal sogar etwas aufdringliche Art, das Eis brechen und Kontakt zu einem aufnehmen. Sobald sie sehen, dass man eine Kamera dabei hat, wollen sie um jeden Preis, dass man ein Foto von ihnen schiesst. Natuerlich muessen alle Freunde auch mit drauf sein. So geht es recht schnell, dass aus ein paar wenigen Kindern, sich Heerscharen um einen Tummeln. Sie fangen dann an die die wildesten Verrenkungen zu machen um aus dem Bild herauszustechen. Gar keine Frage, dass das gelungene Meisterwerk sofort begutachtet warden muss. Dabei sollte man seine Kamera schon gut im Griff haben – und das meine ich im Sinne des Wortes. Es ist nicht weiter schwierig zu erraten, dass zehn oder mehr Kinder nicht alle zur gleichen Zeit auf das kleine Display der Kamera schauen koennen. Nichts desto trotz haelt dies keinen ab, es dennoch zu versuchen. Da wird gezogen, geschupst und gedraengelte. Handkontakt zur Kamera ist dabei ein muss fuer jedes Kind. Dabei wird gelacht, gekichert und sich beim Anblick des eigenen Gesichts gefreut. Woher diese Freude kommt, dieser schon fast Wahn fotografiert zu werden, ist mir immer noch ein Raetsel. Dies sind jedoch die Momente, in welchem man von den Erwachsenen gebeten wird, ihr Haus zu besuchen, ihren eigenen kleinen Hindu-Schrein zu begutachten oder einfach nur ein Gespraech angefangen wird. Packt man dann noch seine paar wenigen Worte Cannada aus, ist das Eis gebrochen. Ein Hurra auf die digitale Fotografie